Vom 1-31. Oktober 2026 Stelle ich einige Werke im Kunstquartier, Rückertstraße Schweinfurt aus. Dort gebe ich auch verschiedene Workshops.
Hier eine Übersicht der ausgestellten Bilder, Texte dazu und Audiobeschreibungen.

Auf der Terrasse eines Café sitzt eine junge Frau, alleine, ihr Smartphone in der Hand. Vielleicht chattet sie ja mit jemandem, versucht ein Rendezvous zu bekommen. Dabei merkt sie gar nicht, wie ein junger Mann Rücken an Rücken zu ihr sitzt. Vielleicht chatten die beiden ja sogar miteinander? Wie einfach wäre es, wenn Sie sich umdreht und ihn anspricht.

Das ist das erste Bild aus meiner kleinen Serie von Nebel- und Landschaftsaquarellen, die ich in diesem Jahr gemalt habe. Ein stiller Morgen am Wasser, die Kiefer auf dem Hügel, der Rest im Nebel. Ich mag es, wenn beim Aquarellieren Farben ineinanderlaufen und man am Ende nicht alles genau erkennt, sondern nur die Stimmung. Vielleicht geht es dir beim Betrachten genauso.

Claus-Dieter ist Aufsicht in einem Museum. Er hat sich so gut an seine Umgebung angepasst, dass wir ihn nur in den seltenen Momenten überhaupt sehen, wenn er zwischen uns und einem Bild steht. Ansonsten ist er absolut Unsichtbar!

Ein junger Mann geht auf eine Vernissage und hofft auf gute Gespräche und Begegnungen. Leider kennt er niemanden und es lässt sich auch niemand auf ein Gespräch mit ihm ein. Als er die beiden Bilder hinter sich sieht denkt er sich ‚Das ist genau meine Stimmung gerade‘. Es lohnt sich, etwas genauer hinzusehen, denn das linke Bild deutet ‚Nachtfalken‘ von Edward Hopper an, das rechte Bild den ‚Schrei‘ von Edward Munch.

In der Fußgängerzone am Schweinfurter Marktplatz. Die Welt ist blassgrau, die Menschen eilen vorbei – Blicke gesenkt, Smartphones in der Hand. Mittendrin steht ein Mann an seiner Staffelei und malt. Was er malt, leuchtet: ein warmes, goldenes Licht, das einzige Gelb im ganzen Bild.
Niemand schaut hin. Und doch malt er.
Dieses Bild ist der Auftakt der Serie Hoffnung – einer Betrachtung darüber, was es bedeutet, in einer abgelenkten, beschleunigten Welt etwas zu schaffen, das leuchtet. Nicht für Applaus. Nicht für Aufmerksamkeit. Einfach weil es getan werden muss.

Wo gehören wir eigentlich hin? Diese Frage steht hinter dem Porträt, das seinen Kopf mit Efeu und Blättern bewachsen zeigt, während sich hinter ihm eine Skyline aus dunklen Türmen erhebt. Sein seitlicher, fast wachsamer Blick zeigt jemanden, der beobachtet, statt zu urteilen. Das Aquarell macht sichtbar, dass der Mensch beides in sich trägt: die Verwurzelung in der Natur und die Prägung durch die Stadt. Die Transparenz der Farbe unterstreicht das Zarte und Vergängliche beider Seiten, denn weder die Natur noch die Stadt erscheinen hier als etwas Festes.Dieses Bild ist der Auftakt der Serie Hoffnung – einer Betrachtung darüber, was es bedeutet, in einer abgelenkten, beschleunigten Welt etwas zu schaffen, das leuchtet. Nicht für Applaus. Nicht für Aufmerksamkeit. Einfach weil es getan werden muss.

Bei all den Zeichnungen im Urban Sketching war es für mich wichtig, auch einmal ohne den Druck, ‚korrekt‘ zeichnen zu müssen etwas zu Papier zu bringen. Da die Heilig Geist Kirche in Schweinfurt enes meiner Lieblingsmotive ist – noch dazu ein sehr anspruchsvolles – habe ich genau das gewählt, um einmal etwas ‚abstrakter‘ zu werden. Auch die Aquarellfarbe durfte einfach fließen.Niemand schaut hin. Und doch malt er.
Dieses Bild ist der Auftakt der Serie Hoffnung – einer Betrachtung darüber, was es bedeutet, in einer abgelenkten, beschleunigten Welt etwas zu schaffen, das leuchtet. Nicht für Applaus. Nicht für Aufmerksamkeit. Einfach weil es getan werden muss.

Ursprünglich als Vorlagenbild geplant, gefällt mir die Nebelszene über dem Marktplatz Schweinfurt so gut, dass ich dieses Bild auch für die Ausstellung ausgewählt habe. Dort liegt es Griffbereit für den Aquarellkurs, an dem du dich noch anmelden kannst.

Dieses Bild reiht sich ein in eine kleine Aquarellserie von Landschafts- und Nebelbildern, die ich 2026 bisher gemalt habe. Es zeigt eine ruhige Seenlandschaft mit Hügeln und Bäumen im Hintergrund und regt dabei zum Träumen an, man möchte dort am liebsten im Liegstuhl eine ruhige Zeit verbringen

Ein Zeichner sitzt vor einer Kirche und will sie festhalten, so wie er es immer tut – und merkt erst allmählich, dass er selbst aus denselben Bausteinen besteht wie das, was er zu bannen versucht. Ein Baustein, der einen anderen Baustein zeichnet. Während sein Stift über das Papier wandert, beginnt sich das Gemäuer vor ihm aufzulösen, zögernd zuerst, dann unaufhaltsam: Dreiecke, Zylinder, eine Kugel steigen auf und verlieren dabei ihre Farbe, als würde das Sichtbare selbst zur Nebensache werden. Es ist, als hätte er es immer schon geahnt, ohne es je gesehen zu haben – und jetzt, da es geschieht, weiß er nicht, ob er staunen oder sich fürchten soll. Eine Treppe windet sich mittendrin in eine Richtung, die sich nicht mehr erklären lässt. Ein Riss zieht sich durchs Fundament, leise genug, um übersehen zu werden, deutlich genug, um zu bleiben. Am Boden liegt ein Stein, älter als der Rest, mit einer Inschrift, die sich nur dem erschließt, der sich die Mühe macht, sie zu lesen. Vielleicht ist es das erste Mal, dass der Zeichner erkennt, was er die ganze Zeit schon war. Er zeichnet trotzdem weiter – vielleicht gerade deshalb.

